Autoversicherung vergleichen | Kfz-Versicherung fürs Auto
Autoversicherung vergleichen: Kfz-Haftpflicht, Teilkasko, Vollkasko, SF-Klasse, Fahrerschutz, Rabattschutz und wichtige Tarifleistungen verständlich erklärt.
Auf dieser Seite erklären wir deshalb verständlich, wie eine Autoversicherung aufgebaut ist, worin sich Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko unterscheiden und welche Tarifleistungen beim Vergleich besonders beachtet werden sollten.
So können Sie nicht nur nach einer günstigen Autoversicherung suchen, sondern gezielt prüfen, welcher Versicherungsschutz zu Ihrem Fahrzeug und Ihrem persönlichen Bedarf passt
Autoversicherung – mehr als nur ein günstiger Beitrag
Wer sein Auto versichern möchte, schaut häufig zuerst auf den Preis. Das ist verständlich. Schließlich können sich die Beiträge verschiedener Kfz-Tarife erheblich unterscheiden.
Eine gute Autoversicherung sollte aber nicht allein daran gemessen werden, was sie im Jahr kostet.
Mindestens genauso wichtig ist die Frage:
Was passiert, wenn wirklich etwas passiert?
Ein Steinschlag in der Windschutzscheibe, ein Wildunfall auf einer Landstraße, Hagelschäden nach einem Sommergewitter oder ein selbst verschuldeter Unfall können schnell Kosten von mehreren Tausend Euro verursachen.
Deshalb lohnt sich beim Kfz-Versicherungsvergleich ein Blick auf Preis und Leistung.
Grundsätzlich kann eine Autoversicherung aus mehreren Bausteinen bestehen:
- Kfz-Haftpflichtversicherung
- Teilkaskoversicherung
- Vollkaskoversicherung
- Schutzbrief
- Fahrerschutz
- Ausland-Schadenschutz
- Rabattschutz
- weiteren Tarif- und Serviceleistungen
Welche Absicherung sinnvoll ist, hängt vom Fahrzeug, seinem Wert, der Nutzung und den persönlichen Anforderungen des Halters ab.
Was leistet die Kfz-Haftpflichtversicherung?
Ohne Kfz-Haftpflichtversicherung darf ein zulassungspflichtiges Auto grundsätzlich nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.
Sie schützt in erster Linie nicht das eigene Fahrzeug, sondern übernimmt berechtigte Schadenersatzansprüche, wenn mit dem versicherten Fahrzeug anderen ein Schaden zugefügt wird.
Das können beispielsweise sein:
- Personenschäden
- Sachschäden
- daraus entstehende Vermögensschäden
Ein typischer Fall:
Sie übersehen beim Abbiegen einen Fahrradfahrer. Der Radfahrer wird verletzt und sein Fahrrad beschädigt.
Die Kfz-Haftpflicht prüft zunächst, ob und in welcher Höhe Ansprüche bestehen. Berechtigte Forderungen werden im Rahmen des Versicherungsschutzes reguliert. Unberechtigte Forderungen werden abgewehrt.
Gerade bei schweren Personenschäden können sehr hohe Schadenersatzforderungen entstehen. Beim Vergleich einer Autoversicherung sollte deshalb auch auf die vereinbarte Versicherungssumme geachtet werden.
Wichtig
Die Kfz-Haftpflicht bezahlt normalerweise nicht den Unfallschaden am eigenen Auto. Dafür ist – sofern vereinbart – die Kaskoversicherung zuständig.
Auch die Übertragung von Schadenverläufen funktioniert nicht zwangsläufig genauso wie beim PKW. Gerade beim Wechsel zwischen verschiedenen Fahrzeug- oder Nutzungsgruppen sollte deshalb nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass eine vorhandene Schadenfreiheitsklasse unverändert übernommen wird.
Merksatz:
Ein LKW sollte als das versichert werden, was er tatsächlich ist und wofür er tatsächlich genutzt wird – nicht als das, was im Vergleichsrechner den günstigsten Beitrag ergibt.
Was deckt eine Teilkaskoversicherung ab?
Die Teilkaskoversicherung schützt das eigene Fahrzeug gegen bestimmte versicherte Gefahren.
Typische Leistungsbereiche können sein:
- Diebstahl
- Brand
- Explosion
- Glasbruch
- Sturm
- Hagel
- Blitzschlag
- Überschwemmung
- Zusammenstoß mit Tieren Tierbiss
- Kurzschlussschäden
Doch gerade hier unterscheiden sich Tarife teilweise erheblich.
Bei einem Tierbiss ist beispielsweise nicht nur interessant, ob der eigentliche Bissschaden versichert ist.
Ein kleines beschädigtes Kabel kostet möglicherweise nur einige hundert Euro. Verursacht der Schaden anschließend jedoch einen größeren Defekt an Elektronik oder Aggregaten, können die Folgeschäden wesentlich höher ausfallen.
Ähnlich verhält es sich bei Kurzschlussschäden. Deshalb sollte ein Versicherungsvergleich nicht bei der Aussage „Tierbiss versichert“ enden.
Die bessere Frage lautet:
Sind auch die daraus entstehenden Folgeschäden versichert und bis zu welcher Höhe?
Wann lohnt sich eine Vollkaskoversicherung?
Die Vollkaskoversicherung umfasst grundsätzlich den Versicherungsschutz der Teilkasko und erweitert diesen insbesondere um bestimmte Schäden am eigenen Fahrzeug.
Typische Beispiele sind:
- selbst verschuldete Unfallschäden
- Vandalismusschäden
- zusätzliche tarifabhängige Leistungen
Sie fahren beispielsweise beim Einparken gegen eine Mauer. Der Schaden an der Mauer fällt grundsätzlich in den Bereich der Kfz-Haftpflicht.
Der Schaden am eigenen Fahrzeug kann dagegen ein Fall für die Vollkaskoversicherung sein.
Eine Vollkasko wird häufig für
- Neuwagen,
- junge Gebrauchtwagen,
- hochwertige Fahrzeuge,
- finanzierte Autos und
- Leasingfahrzeuge
gewählt.
Ob sie sich bei einem älteren Fahrzeug noch lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Fahrzeugwert, Beitrag, Selbstbeteiligung und persönliche Risikobereitschaft sollten gemeinsam betrachtet werden.
| Schaden / Leistung | Kfz-Haftpflicht | Teilkasko | Vollkasko |
|---|---|---|---|
| Schäden an fremden Fahrzeugen | ✔ | – | – |
| Personenschäden Dritter | ✔ | – | – |
| Diebstahl des eigenen Fahrzeugs | – | ✔ | ✔ |
| Brand und Explosion | – | ✔ | ✔ |
| Glasbruch | – | ✔ | ✔ |
| Sturm und Hagel | – | ✔ | ✔ |
| Tierkollision | – | tarifabhängig | tarifabhängig |
| Tierbiss | – | tarifabhängig | tarifabhängig |
| Selbst verschuldeter Unfallschaden am eigenen Pkw | – | – | ✔ |
| Vandalismus | – | – | ✔ |
Autoversicherung vergleichen – auf diese Leistungen sollte man achten
Zwei Autoversicherungen können auf den ersten Blick nahezu gleich aussehen und trotzdem einen völlig unterschiedlichen Leistungsumfang besitzen.
Beim Vergleich lohnt sich deshalb ein genauer Blick.
| Leistungsmerkmal | Darauf sollte geachtet werden |
|---|---|
| Deckungssumme | Höhe der Absicherung in der Kfz-Haftpflicht |
| Tierkollision | Nur bestimmte Tierarten oder Tiere aller Art? |
| Tierbiss | Sind Folgeschäden eingeschlossen? |
| Kurzschluss | Wie werden Folgeschäden behandelt? |
| Grobe Fahrlässigkeit | In welchem Umfang wird auf Leistungskürzungen verzichtet? |
| Neupreisentschädigung | Wie lange nach Erstzulassung gilt sie? |
| Kaufpreisentschädigung | Interessant bei jungen Gebrauchtfahrzeugen |
| GAP-Deckung | Besonders bei Leasing oder Finanzierung prüfen |
| Sonderausstattung | Bis zu welcher Höhe ist sie berücksichtigt? |
| Eigenschäden | Ist eine zusätzliche Eigenschadendeckung vorhanden? |
| Elektrofahrzeuge | Akku, Ladekabel und Ladeeinrichtungen prüfen |
| Ausland-Schadenschutz | Leistungsumfang und Geltungsbereich vergleichen |
Ein günstiger Tarif kann vollkommen ausreichen.
Er sollte aber bewusst gewählt werden – und nicht nur deshalb, weil er im Vergleich ganz oben steht.
Schadenfreiheitsklasse – warum unfallfreie Jahre bares Geld wert sein können
Die Schadenfreiheitsklasse, kurz SF-Klasse, ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Autoversicherungstarife.
Vereinfacht gesagt:
Je länger ein Vertrag ohne belastenden Schaden geführt wird, desto günstiger kann sich die Einstufung entwickeln. Eine SF-Klasse gibt jedoch nicht automatisch einen einheitlichen Beitrag vor. Zwei Tarife können beispielsweise dieselbe SF-Klasse verwenden und trotzdem unterschiedliche Beiträge berechnen.
Was passiert nach einem Schaden? Nach einem regulierten, rückstufungswirksamen Schaden kann der Vertrag im nächsten Versicherungsjahr in eine niedrigere SF-Klasse zurückgestuft werden. Wie stark diese Rückstufung ausfällt, hängt von der jeweiligen Rückstufungstabelle ab. Deshalb sollte bei einem Tarifvergleich nicht nur auf den aktuellen Beitrag geschaut werden. Auch die Frage „Was kostet mich ein Schaden im nächsten Jahr?“ kann wichtig sein.
Kann eine SF-Klasse übertragen werden?
Unter bestimmten Voraussetzungen können Schadenverläufe beispielsweise
- bei einem Fahrzeugwechsel,
- bei einem Versichererwechsel oder
- zwischen bestimmten Personen übernommen werden.
Hier gelten jedoch unterschiedliche Voraussetzungen. Eine Übertragung sollte deshalb immer vorab geprüft werden.
Rabattschutz – bleibt meine SF-Klasse nach einem Unfall erhalten
Ein Rabattschutz kann verhindern, dass ein bestimmter Schaden innerhalb des bestehenden Vertrages unmittelbar zu einer tariflichen Rückstufung führt.
Das hört sich zunächst sehr einfach an.
Es gibt dabei jedoch einen wichtigen Punkt:
Rabattschutz und tatsächlicher Schadenverlauf sind nicht dasselbe.
Wer später die Autoversicherung wechselt, sollte wissen, dass einem neuen Versicherer grundsätzlich der tatsächliche Schadenverlauf gemeldet werden kann.
Die intern geschützte SF-Klasse muss deshalb nicht automatisch von einem anderen Anbieter übernommen werden.
Der Rabattschutz kann trotzdem sinnvoll sein.
Vor Abschluss sollte aber geprüft werden:
- Wie viele Schäden sind geschützt?
- Gilt er für Haftpflicht und Vollkasko?
- Gibt es Altersvoraussetzungen?
- Was passiert bei mehreren Schäden?
- Welche Einstufung wird bei einem Versichererwechsel bestätigt?
Damit wird aus einem vermeintlich einfachen Zusatzbaustein ein wichtiger Punkt beim Autoversicherungsvergleich.
Was beeinflusst den Beitrag einer Autoversicherung?
Warum zahlt Fahrer A für ein vergleichbares Auto deutlich weniger als Fahrer B?
Weil der Beitrag einer Autoversicherung aus vielen Tarifmerkmalen berechnet wird.
Typische Einflussfaktoren können sein
| Tarifmerkmal | Beispiel |
|---|---|
| Fahrzeug | Hersteller, Typ und Motorisierung |
| Schadenfreiheitsklasse | Bisheriger Schadenverlauf |
| Jahresfahrleistung | z. B. 6.000, 12.000 oder 20.000 km |
| Fahrerkreis | Einzelfahrer, Partner oder weitere Fahrer |
| Alter der Fahrer | Insbesondere junge Fahrer können relevant sein |
| Nutzung | Privat, beruflich oder gewerblich |
| Abstellplatz | Garage, Grundstück oder öffentlicher Straßenraum |
| Finanzierung | Eigentum, Finanzierung oder Leasing |
| Selbstbeteiligung | Eigenanteil bei Kaskoschäden |
| Zahlweise | Jährlich oder unterjährig |
Fahrleistung richtig angeben
Die Jahresfahrleistung sollte realistisch gewählt werden.
Wer 6.000 Kilometer angibt, tatsächlich jedoch regelmäßig 20.000 Kilometer fährt, spart an der falschen Stelle.
Ändert sich die tatsächliche Fahrleistung während des Jahres deutlich, sollte geprüft werden, ob eine Anpassung notwendig ist.
Dasselbe gilt, wenn beispielsweise ein weiterer Fahrer das Auto regelmäßig nutzt.
Fahrerschutz – wer schützt eigentlich den Fahrer?
Nach einem selbst verschuldeten Verkehrsunfall ist der Fahrer eine besondere Person.
Schäden anderer Verkehrsteilnehmer werden grundsätzlich über die Kfz-Haftpflicht reguliert.
Für eigene Personenschäden des Fahrers kann die Situation anders aussehen.
Hier setzt eine Fahrerschutzversicherung an.
Je nach Tarif können bei einem versicherten Unfall beispielsweise finanzielle Folgen aus Personenschäden des berechtigten Fahrers berücksichtigt werden.
Der Fahrerschutz ist besonders interessant, weil die finanziellen Folgen eines schweren Unfalls weit über die Reparatur des Autos hinausgehen können.
Zu prüfen sind beispielsweise:
- Verdienstausfall
- Haushaltsführungsschäden
- mögliche Schmerzensgeldleistungen
- Hinterbliebenenleistungen
- Anrechnung anderer Leistungsträger
- Altersgrenzen
- versicherter Fahrerkreis
Der Fahrerschutz sollte nicht mit einer privaten Unfallversicherung verwechselt werden.
Beide Absicherungen verfolgen unterschiedliche Ansätze.
Schutzbrief – schnelle Hilfe bei Panne oder Unfall
Ein Auto bleibt selten direkt vor der eigenen Haustür liegen.
Eine Panne auf der Autobahn, ein defekter Reifen während einer Urlaubsfahrt oder ein Fahrzeug, das nach einem Unfall nicht mehr fahrbereit ist, kann schnell organisatorisch schwierig werden.
Ein Kfz-Schutzbrief kann hier Unterstützung bieten.
Je nach Tarif können beispielsweise Leistungen vorgesehen sein für:
- Pannenhilfe
- Abschleppen
- Bergen des Fahrzeugs
- Weiter- oder Rückfahrt
- Mietwagen
- Hotelkosten
- Fahrzeugrücktransport
- Hilfe auf Reisen
Die Leistungen unterscheiden sich allerdings.
Entscheidend ist deshalb nicht nur die Frage:
„Ist ein Schutzbrief enthalten?“
Sondern:
„Was leistet er tatsächlich und ab welcher Entfernung vom Wohnort?“
Ausland-Schadenschutz – wenn der Unfallgegner im Ausland haftet
Ein unverschuldeter Verkehrsunfall im Ausland kann unangenehm werden.
Unterschiedliche Schadenersatzregelungen, Sprachprobleme und die Kommunikation mit einem ausländischen Versicherer machen die Regulierung nicht unbedingt einfacher.
Ein Ausland-Schadenschutz kann deshalb eine interessante Erweiterung der Autoversicherung sein.
Je nach Tarif wird ein Schaden, für den der ausländische Unfallgegner haftet, über den eigenen Vertrag reguliert – vereinfacht ausgedrückt so, als wäre der Unfallgegner beim eigenen Versicherer haftpflichtversichert.
Dabei sind insbesondere zu prüfen:
- in welchen Ländern der Schutz gilt,
- welche Personen versichert sind,
- welche Fahrzeuge eingeschlossen sind,
- welche Versicherungssummen gelten,
- wie lange Auslandsreisen versichert sind,
- welche Ausschlüsse bestehen.
Wer häufig mit dem Auto ins europäische Ausland fährt, sollte diesen Punkt beim Versicherungsvergleich nicht übersehen.
Elektroauto versichern – worauf sollte man bei E-Autos achten?
Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko funktionieren bei einem Elektroauto grundsätzlich ähnlich wie bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.
Der Unterschied steckt häufig im Detail.
Besonders teuer kann bei einem Elektrofahrzeug der Hochvoltakku sein.
Ein moderner Tarif sollte deshalb unter anderem darauf geprüft werden, wie er mit folgenden Punkten umgeht:
- Beschädigung des Akkus
- Folgeschäden am Akku
- Kurzschluss
- Überspannung
- Tierbiss
- Entsorgungskosten des Akkus
- Abschleppen nach einem Akkuschaden
- Ladekabel
- mobile Ladegeräte
- Wallbox oder andere Ladeeinrichtungen
- Überspannungsschäden während des Ladens
Beispiel
Ein Tier beschädigt nicht nur ein Kabel, sondern verursacht dadurch einen Folgeschaden an einem teuren elektrischen Bauteil. Dann ist entscheidend, ob lediglich der unmittelbare Bissschaden oder auch der daraus entstehende Folgeschaden abgesichert ist.
Bei Elektroautos lohnt sich deshalb ein Leistungsvergleich besonders.
Autounfall – was sollte man im Schadenfall tun?
Nach einem Verkehrsunfall ist die Aufregung häufig groß.
Trotzdem sollte möglichst strukturiert vorgegangen werden.
Direkt nach dem Unfall
- Unfallstelle absichern.
- Bei Verletzten Erste Hilfe leisten.
- Falls erforderlich Polizei und Rettungsdienst verständigen.
- Daten der Unfallbeteiligten aufnehmen.
- Kennzeichen und Fahrzeugdaten notieren.
- Fotos von Unfallstelle und Schäden anfertigen.
- Namen und Kontaktdaten möglicher Zeugen festhalten.
- Unfallhergang dokumentieren.
- Schaden zeitnah melden.
Bei einem Unfall im Ausland kann der Europäische Unfallbericht hilfreich sein.
Keine vorschnellen Schuldanerkenntnisse
Am Unfallort sollte nicht darüber diskutiert werden, wer später welchen Betrag bezahlen muss. Der Unfallhergang kann dokumentiert werden – die rechtliche Beurteilung erfolgt anschließend.
Bei Diebstahl oder bestimmten anderen Schäden
Bei Diebstahl und verschiedenen weiteren Schadenarten kann zusätzlich eine unverzügliche Meldung bei der Polizei erforderlich sein.
Autoversicherung wechseln, Auto neu anmelden und eVB
Neues Auto anmelden
Wer ein zulassungspflichtiges Auto neu anmelden möchte, benötigt in der Regel eine elektronische Versicherungsbestätigung – eVB.
Mit der eVB wird gegenüber der Zulassungsstelle bestätigt, dass für das Fahrzeug der erforderliche Haftpflichtversicherungsschutz bereitgestellt wird. Die eVB wird heute elektronisch zwischen den Beteiligten verarbeitet.
Fahrzeugwechsel
Wird das bisherige Auto verkauft und ein neues Fahrzeug angeschafft, sollte geprüft werden, wie der vorhandene Schadenverlauf auf das neue Fahrzeug übertragen werden kann.
Versichererwechsel
Auch beim Wechsel der Autoversicherung spielt der bisherige Schadenverlauf eine wichtige Rolle.
Vor einem Wechsel sollte deshalb nicht ausschließlich der neue Beitrag betrachtet werden.
Vergleichen Sie zusätzlich:
- Versicherungsumfang
- Kaskoleistungen
- Rückstufungstabellen
- Selbstbeteiligung
- Rabattschutz
- Werkstattbindung
- Fahrerschutz
- Auslandsschutz
- Serviceleistungen
Kündigungsfrist prüfen
Der oft genannte 30. November ist nicht automatisch für jeden Vertrag der maßgebliche Kündigungstermin.
Entscheidend sind Versicherungsjahr und vereinbarte Kündigungsfrist.
Besteht beispielsweise ein unterjähriger Vertrag, kann sich ein anderer Kündigungstermin ergeben.
Zusätzlich können unter bestimmten Voraussetzungen Sonderkündigungsrechte bestehen, etwa nach einer Beitragserhöhung ohne entsprechende Leistungsverbesserung oder nach einem Schadenfall.
Deshalb gilt:
Erst den bestehenden Vertrag prüfen – dann kündigen.
FAQ – häufige Fragen zur Auto-Versicherung
Was ist eine Autoversicherung?
Unter einer Autoversicherung werden verschiedene Versicherungsbausteine für einen Pkw zusammengefasst. Dazu gehören insbesondere Kfz-Haftpflicht sowie optional Teilkasko oder Vollkasko. Ergänzend können weitere Leistungen vereinbart werden.
Welche Autoversicherung ist Pflicht?
Für ein zulassungspflichtiges Auto ist die Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich erforderlich. Teilkasko und Vollkasko sind grundsätzlich freiwillige Ergänzungen.
Was ist der Unterschied zwischen Teilkasko und Vollkasko?
Die Teilkasko schützt gegen bestimmte Gefahren wie beispielsweise Diebstahl, Glasbruch, Sturm oder Hagel. Die Vollkasko erweitert diesen Schutz unter anderem um bestimmte selbst verschuldete Unfallschäden am eigenen Fahrzeug und Vandalismus.
Lohnt sich Vollkasko bei einem älteren Auto?
Das hängt vom Fahrzeugwert, vom Beitrag, der Selbstbeteiligung und der persönlichen Risikobereitschaft ab. Eine pauschale Altersgrenze gibt es nicht.
Was bedeutet Selbstbeteiligung?
Die Selbstbeteiligung ist der Betrag, den der Versicherungsnehmer bei einem versicherten Kaskoschaden selbst übernimmt.
Beispiel:
Reparaturkosten: 1.500 Euro
vereinbarte Selbstbeteiligung: 300 Euro
Bei vollständiger Leistungspflicht würden danach 1.200 Euro verbleiben.
Was bedeutet SF-Klasse?
SF steht für Schadenfreiheitsklasse. Sie bildet den Schadenverlauf in der Kfz-Haftpflicht und häufig auch in der Vollkasko ab und kann einen erheblichen Einfluss auf die Beitragsberechnung haben.
Verliere ich nach einem Unfall meine Schadenfreiheitsklasse?
Ein rückstufungswirksamer Schaden kann im folgenden Versicherungsjahr zu einer niedrigeren SF-Klasse führen. Die konkrete Rückstufung hängt vom jeweiligen Tarif ab.
Was bringt ein Rabattschutz?
Ein Rabattschutz kann unter bestimmten Voraussetzungen verhindern, dass ein versicherter Schaden im bestehenden Vertrag zu einer tariflichen Rückstufung führt. Bei einem späteren Versichererwechsel kann dennoch der tatsächliche Schadenverlauf maßgeblich sein.
Kann ich die SF-Klasse einer anderen Person übernehmen?
Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Schadenverlauf einer anderen Person übernommen werden. Dabei gelten Regeln zum Verhältnis der beteiligten Personen und zu den tatsächlich gefahrenen Jahren. Eine Übernahme sollte vorab geprüft werden.
Was ist eine Werkstattbindung?
Bei einer Werkstattbindung verpflichtet sich der Versicherungsnehmer im Kaskoschaden dazu, die Reparatur über eine vom Versicherer vorgegebene oder vermittelte Partnerwerkstatt durchführen zu lassen.
Dafür kann der Beitrag günstiger sein.
Wer trotz vereinbarter Werkstattbindung eine andere Werkstatt beauftragt, muss je nach Tarif mit finanziellen Nachteilen rechnen.
Was ist eine GAP-Deckung?
Die GAP-Deckung kann insbesondere bei Leasing- oder finanzierten Fahrzeugen wichtig sein. Sie soll unter bestimmten Voraussetzungen die Differenz zwischen einer Kaskoentschädigung und einer noch bestehenden finanziellen Forderung aus Leasing oder Finanzierung reduzieren.
Sind Wildschäden in der Teilkasko versichert?
Zusammenstöße mit Tieren können Teil der Teilkaskoversicherung sein. Entscheidend ist jedoch der konkrete Tarif. Gute Tarife können den Schutz über klassisches Haarwild hinaus auf Tiere aller Art erweitern.
Ist ein Marderschaden versichert?
Tierbissschäden können in der Teilkasko enthalten sein. Besonders wichtig ist die Frage, ob auch daraus entstehende Folgeschäden und bis zu welcher Höhe versichert sind.
Was ist eine Neupreisentschädigung?
Bei bestimmten Totalschäden oder einem versicherten Verlust kann ein Tarif für einen begrenzten Zeitraum statt des normalen Wiederbeschaffungswertes eine weitergehende Entschädigung auf Basis des Neupreises vorsehen. Die Dauer unterscheidet sich je nach Tarif.
Brauche ich für ein Elektroauto eine besondere Autoversicherung?
Eine vollkommen eigene Versicherungsart ist normalerweise nicht erforderlich. Bei Elektrofahrzeugen sollten jedoch insbesondere Akku, Ladekabel, Ladeeinrichtungen, Kurzschluss-, Überspannungs- und Folgeschäden geprüft werden.
Was ist eine eVB-Nummer?
Die elektronische Versicherungsbestätigung, kurz eVB, dient unter anderem als Nachweis des erforderlichen Kfz-Haftpflichtversicherungsschutzes gegenüber der Zulassungsstelle.
Wann kann ich meine Autoversicherung wechseln?
Ein Wechsel ist insbesondere zum Ablauf des bestehenden Vertrages möglich. Zusätzlich kann in bestimmten Situationen ein Sonderkündigungsrecht bestehen. Entscheidend sind die Bedingungen und Fristen des bestehenden Vertrages.
Sollte ich nur den Preis der Autoversicherung vergleichen?
Nein.
Ein Preisvergleich ist sinnvoll, sollte jedoch mit einem Leistungsvergleich verbunden werden.
Besonders bei Kaskoversicherungen können sich Tarife bei Tierbissfolgeschäden, grober Fahrlässigkeit, Neupreisentschädigung, Elektrofahrzeugleistungen, Rabattschutz, Werkstattbindung oder Auslandsschutz deutlich unterscheiden.
Welche Autoversicherung passt zu mir?
Das hängt unter anderem von
- Fahrzeugwert,
- Fahrzeugalter,
- Nutzung,
- Jahresfahrleistung,
- Fahrerkreis,
- Finanzierung oder Leasing,
- gewünschter Selbstbeteiligung und
- persönlichem Sicherheitsbedürfnis
ab.
Deshalb sollte die Frage nicht nur lauten:
„Welche Autoversicherung ist am billigsten?“
Sondern:
„Welcher Versicherungsschutz passt zu meinem Auto und zu meiner persönlichen Situation?“